Grenzen in Wintermoor – Stifte, Herzogtümer und Königreiche

+++ in Erarbeitung, aktuell nur eine Link- und Stichwortsammlung +++

Unsere Wümme ist seit über 1300 Jahren ein Grenzfluss.

Sturmigau und Langobarden im 9. und 10. Jahrhundert nach Christus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochstift_und_Herzogtum_Verden Hochstift und Herzogtum Verden

Langobarden waren Elbgermanen.

snede = Grenze laut Quelle https://www.geocaching.com/geocache/GC1MZN6_snedenstein?guid=4db333e0-4554-4b98-be58-dbb10781689a

Zwischen den Bereichen Häuslingen/Rethem und Verden lässt sich eine Grenzziehung weit über 1000 Jahre zurückverfolgen. Um 1000 grenzten hier im Herzogtum Sachsen das Loingau (Rethem) und das Sturmigau (Verden) aneinander. 1235 war es dann die Grenze zwischen dem Bistum Verden und dem Fürstentum Lüneburg.

1576 ließ Bischof Eberhard von Verden mehrere Snedensteine (Snede = Grenze) zwischen dem Bistum Verden und dem Fürstentum Lüneburg setzen, „damit fernhin keine Fehde mehr zwischen ihnen sei“. Die beiden Seiten zeigen das Verdener Kreuz und den Lüneburger Löwen.

Nach dem 30jährigen Krieg verlief hier die Grenze zwischen Schweden (Verden war von 1648 bis 1719 schwedisch) und dem Fürstentum Lüneburg. 1810 (franz. Besatzungszeit) trafen an dieser Grenze das Kaiserreich Frankreich (Häuslingen) und das Königreich Westfalen (Verden) zusammen. Nach den Befreiungskriegen war hier im Königreich Hannover die Grenze zwischen den Landdrosteien Lüneburg und Stade.

Visselhövede gehörte in germanischen Zeiten zum Sturmigau, mit Verden als Sitz einer Diözesanverwaltung (nach Christianisierung durch Karl den Großen). Es gab noch zwei weitere Verdener Graue (Waldsati und Mosidi), die später mit den drei bremischen Gauen (Wigmodien, Hostingabi und Heilanga) zum Gau Wigmodi zusammengefasst wurden. Der Name „Sturmigau“ dürfte sich von einem Volksstamm ableiten, die zu Ureinwohnern dieses Gaues wurden. Es handelte sich dabei um den Volksstamm der Nordalbinger, die sich aus den Stormarii (Stormarn), den Thiedmarsi (Dithmarschen) und den Holsatii (Holstein) zusammensetzten. Quelle: https://www.plattdeutscher-verein-visselhoevede.de/de/verein/historisches-%C3%BCber-plattdeutsch

BremenZwei zu Verden als Verwaltungssitz vom Sturmigau: https://www.bremenzwei.de/themen/verden-lugenstein-100.html

Quellen zu Rotenburg: https://www.rotenburger-rundschau.de/lokales/rotenburg-wuemme/reise-in-die-vergangenheit-122295.html

Landkarten und Luftbilder sowie Bücher (Wümme-Buch).

Luftbild Zusammenfluss Wümme und Haverbeeke Copyright geobasis.niedersachsen.de u Leaflet
Luftbild Zusammenfluss Wümme und Haverbeeke Copyright geobasis.niedersachsen.de u Leaflet
Rundwall an der Wümme bei Niederhaverbeck (Luftbild)
Rundwall an der Wümme bei Niederhaverbeck (Luftbild)

Das Gebäude des Einnehmers Heinrich Menke, der Alte Zollkrug, steht an der einstigen Verden-Lüneburger und gleichzeitigen Grenze zwischen dem Verdener Amt Rotenburg und dem Lüneburger Amt Winsen. Die Grenze hatte seit den Grenzverträgen 1575 ff. bis zur Umleitung der Wümme Anfang des 19. Jahrhunderts in den sog. Wümmekanal ihren Verlauf entlang dieses Flüßchens (s. auch Hauenstein)#

Wintermoor auf der Karte Kurhannoversche Landesaufnahme von 1770, Blatt Lauenbrück HL029, Quelle: Auszug aus den Geobasisdaten der Niedersächsischen Vermessungs- und Katasterverwaltung, LGLN (www.lgln.de)
Wintermoor auf der Karte Kurhannoversche Landesaufnahme von 1770, Blatt Lauenbrück HL029, Quelle: Auszug aus den Geobasisdaten der Niedersächsischen Vermessungs- und Katasterverwaltung, LGLN (www.lgln.de)
Vogtei Tostedt auf Karte 18 von Mellinger
Vogtei Tostedt auf Karte 18 von Mellinger
Vogtei Amelinghausen auf Karte 25 von Mellinger
Vogtei Amelinghausen auf Karte 25 von Mellinger
Ein "Eeken-Bolten-Tuun" (Eichen-Knüppel-Zaun) schützt den doppelten Ringwall aus dem 9. und 13. Jahrhundert. Foto M.Mattig-2015-CC-BY-SA-3.0
Ein „Eeken-Bolten-Tuun“ (Eichen-Knüppel-Zaun) schützt den doppelten Ringwall aus dem 9. und 13. Jahrhundert. Foto M.Mattig-2015-CC-BY-SA-3.0

Das Buch „Vor- und frühgeschichtliche Alterthümer der Provinz Hannover“ von Studienrath Dr. J. H. Müller, Herausgeber J. Reimers, Verlag von Theodor Schulze‘s Buchhandlung, Hannover 1893, ist unter https://publikationsserver.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00006932/Ba-875.pdf verfügbar. Müller nennt folgende Befestigungen in unserer Gegend (S. 334):

In der Nähe von Behringen mündet auf das Thal des kleinen Haidebaches eine Schlucht und in dem dadurch gebildeten Winkel liegt ein Wall, dessen Sehne 46 Schritt misst; vor demselben liegt ein Graben und ein zweiter aber niedriger Wall, gleichfalls mit einem Graben. Die Anhöhe heisst der Junkernberg, das Feld Burgfeld.

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