Spielmannszug Erika

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CHRONIK des Spielmannszuges „Erika“ Wintermoor

Der Spielmannszug „Erika“ Wintermoor wurde größtenteils von der Dorfjugend ins Leben gerufen. Einer der Initiatoren, denen die Gründung verdankt werden kann, war Heinz Ditsch. Am 2. August 1953 fand die Gründungsversammlung in „Meyers Gasthaus“ statt. Auf dieser Versammlung wurde der damalige 1. Vorsitzende des Schützenvereins, Heinrich Oetjen sen., gefragt, ob er etwas gegen eine Spielmannszuggründung hätte. Heinrich Oetjen Sen. hatte keine Einwände, weil sich genug Leute für den Spielmannszug gefunden hatten. Auf der Versammlung ließen sich gleich alle 14 Anwesenden auf der Gründungsliste eintragen.

Somit bestand der Spielmannszug aus 14 folgenden Gründungsmitgliedern:

aus Wintermoor: Hans Mundt, Rudolf Sommerfeld, Ewald Riebesehl, Heinrich Meyer, Gerhard Oetjen, Heinrich Oetjen jun, Kurt Putzker, Heinz Ditsch, Heinz Witt, Horst Puschkowiak, Walter Schalupa, Georg Schlossarek; aus Reinsehlen: Frido Ruschmeyer; aus Wesseloh: Albert von Fintel.

Als Tambour wurde Heinz Ditsch gewählt. Heinz Ditsch war es ebenfalls zu verdanken, daß der Spielmannszug Erwin Höhnke als ersten Ausbilder gewinnen konnte. Die ersten vom Schützenverein „Erika“ Wintermoor finanzierten Instrumente waren 10 Querflöten und 4 Trommeln. Gestiftet wurde dann noch der Tambourstab. Als erstes vollständiges Musikstück wurde „Waidmannsheil“ eingeübt. Gelernt wurde dies durch einfaches Nachspielen und durch ein Notenkreuzsystem. So konnte auf der Fahnenweihe des Schützenvereins „Erika“ Wintermoor 1954 schon der eigene Spielmannszug seinen ersten öffentlichen Auftritt machen. Die anderen Instrumente, die noch fehlten, wie z. B. die große Trommel (Pauke), die Becken und die Lyra, sowie weitere Trommeln und Flöten wurden durch vom Spielmannszug veranstaltete Tombolas oder aber durch eigene Finanzierung dazugekauft.

Auch im Spielmannszug gab es laufend personelle Veränderungen. Nachdem der erste Ausbilder, Herr Höhnke, verstorben war, mußte der Spielmannszug vorerst ohne Ausbilder weitermachen, bis es gelang, Herrn Franzke 1972/73 als Ausbilder zu engagieren. Dieser mußte im Jahre 1979 aus gesundheitlichen Gründen aufhören. 1979 wurde auch das 25jährige Bestehen des Spielmannszuges mit einigen auswärtigen Vereinen gefeiert. Der nachfolgende Ausbilder, Jochen Hoodt, versuchte dem Spielmannszug Notenkenntnisse beizubringen. Nachdem auch Jochen Hoodt aus zeitlichen Gründen ausgeschieden war, übernahm Hans Peter Weseloh die Ausbildung. Als dieser ebenfalls aus zeitlichen Gründen die Ausbildung nicht mehr fortführen konnte, übernahm Andreas Schüttig die Ausbildung. Durch eigene Bemühungen gelang es dann, die Neueinsteiger immer mehr auf das Notensystem auszubilden. Die konsequente Ausbildung, die ab 1994 durch Herrn Mahn, als Musiklehrer der Musikschule, unterstützt wurde, hat dann 1997 dazu geführt, daß die ersten Spielleute erfolgreich die erste Musikprüfung, genannt D1, ablegen konnten.

Erwähnenswert ist noch, daß der Zug fast seit Anbeginn des Bestehens auch für die Schützenvereine Insel und Zahrensen als fester Bestandteil der Schützen- und Erntefeste gilt. Der Zug besteht heute aus 28 Mitgliedern, mit einer Auftrittsstärke von durchschnittlich 15 Spielleuten.

Undatiertes Gruppenbild vom Spielmannszug Erika - aus Chronik 200 Jahre Wintermoor-Geversdorf
Undatiertes Gruppenbild vom Spielmannszug Erika – aus Chronik 200 Jahre Wintermoor-Geversdorf

Dieser Beitrag stammt aus der Chronik „200 Jahre Wintermoor-Geversdorf“ von 1997. Siehe auch: Schützenverein Erika


Spielmannszug Erika, Foto: Peter Haar
Spielmannszug Erika, Foto: Peter Haar

Dank Ursula Inselmann hat der Schützenverein Erika mit „Die Oldies“ einen weiteren Spielmannszug erhalten. Ehemalige Musiker haben sich dort zusammengefunden und spielen bei ausgesuchten Gelegenheiten.

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