Flurnamen

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Flurnamen waren in einer Zeit ohne Hausnummer, Straßen und mit nur wenigen Nachbarn eine wichtige Quelle für Ortsinformationen. Grenzverläufe für Landesgrenzen, Weiderechte etc. waren früher nicht auf Landkarten verzeichnet, sondern als Texte mit Flussverläufen und Flurnamen beschrieben.

Viele kleinere Flurnamen standen später Pate für die Benennung von Straßen. Andere hingegen sind den meisten Menschen heute unbekannt. Oft wurden sie nur lokal benutzt und nie niedergeschrieben.

Die Herkunft des Ortsnamen Wintermoors erläutert Claus Stamann in seinem Beitrag.

Hier finden Sie einige Flurbezeichnungen, die von verschiedenen Karten zusammengetragen wurden. Mehr Infos finden Sie nach einem Klick auf die Marker der Karte.

  • Am Kalkenberge
  • Am Stadtberge (Niederhaverbeck)
  • An den Sandbergen
  • An der Ehrhorner Grenze
  • Auf Barrlmanns großem Felde
  • Bachreith (Infos fehlen)
  • Bei dem Schafstall
  • Bei den Riethwiesen
  • Bei Einem (Niederhaverbeck)
  • Bei Lünz
  • Beim Hause (Einem)
  • Beim Osterforst
  • Beim Schneverdinger Wege (Ehrhorn)
  • Bergreith / Die Berg-Reith
  • Birkengrabenweg
  • Buernholt
  • Buggebarg (auf Karten oft Meßhornberg)
  • Bullenberge
  • Bullenwiesen
  • Burgfeld (beim Ringwall Niederhaverbeck, auch Schwedenschanze genannt)
  • Das Feld in den Bergen
  • Das Feld vor den Höfen
  • Eben-Buchen-Papengrund
  • Eichenstrücken / Eichen-Stüh
  • Einemer Sand
  • Glummreith
  • Glummbach (Insel)
  • Glummbach (W.-Geversdorf) (Glumm: sumpf mit weichem Boden, feuchtem Torf)
  • Grassahl
  • Grimmsmoorbach
  • Gr. Todtshorner Hege (nördlich der Wümme)
  • Grüne Reith
  • Harmsreith
  • Hasselheide
  • Havelensand (bei Barrl)
  • Heidkoppel
  • Hinter dem Handeloher Weg
  • Hinterm Barrlhof
  • Im Häg
  • Im Kreenmoor
  • Im Ortholze
  • Im weißen Sande
  • Im weißen Moor
  • In d Heid
  • In den Eichenstrücken
  • In den Fuhren (östlich von Barrl)
  • In den Sandbergen
  • In der Worth (Einem)
  • Jetelberg
  • Junkernberg (beim Ringwall Niederhaverbeck, auch Schwedenschanze genannt)
  • Kamper Heide / Camper Heide
  • Karckberg (zwischen Ehrhorn und Einem)
  • Kerck Forth
  • Kiebitzflatt
  • Kleine Stucken / Kleine Stücke
  • Leegen-Wisch
  • Luckmoor
  • Pflanzenberg (Niederhaverbeck)
  • Rechts der Chaussee
  • Schwarzer Berg
  • Steinhöfe Rahbusch
  • Strückenheide
  • Stüh
  • Swatte Saal (ein Sumpfloch, wovon Bgm Vorwerk sagte, „das muss sich so vertrocknen“)
  • Teufelsberg
  • Tödters Sand
  • Twisselbruch
  • Twisselwiese (Weiderecht von Insel)
  • Über dem Sand
  • Up’n Brant
  • Vierstücke vor dem Saufelde
  • Vor dem Hof an der Ehrhorner Grenze
  • Vor dem Sahlsmoor (Insel, in Richtung Grimmsmoor)
  • Vor dem Schwarzen Berge
  • Vor dem Wittenmoor
  • Voßbarg
  • Voßberg
  • Wapelberge (Todtshorn)
  • Wapelwiese (Todtshorn)
  • Weißes Moor
  • Wels-Berg (beim Fuhrenkamp, ungenau in der Karte eingezeichnet)
  • Westerfeld
  • Winterwiesen
  • Winterfeld (bei Einem)
  • Wittenmoor
  • Wulfesknöwel (Hügelgrab mit Trigonomischen Punkt von 1770. Otto Riebesell hat hier vielleicht 1764 den Wolf erlegt, von dem F. Freudenthal in „De Wulfsjagd in Barrl“ erzählt. Hanstein:2002:11)).
  • Wulfsberg

Die Daten aus der Karte finden sich hier zum Download als Excel-Datei.

Ganz interessant finde ich, dass der Twisselbruch schon in einer Karte der Vogtei Tostedt von etwa 1600 erwähnt wurde. Damals war es wohl eine recht große Fläche gewesen, die merkwürdigerweise der Vogtei Tostedt und nicht Schneverdingen zugeschlagen wurde. Allerdings sind Karten vor 1770 oft ungenau.

Vogtei Tostedt mit Twisselbruch um 1600

Twisselbruch Wiesen in Wintermoor 2012
Twisselbruch Wiesen in Wintermoor 2012

Heiner Wajemann zählt in seinem Beitrag zur Ruschwede in den Rotenburger Schriften Heft 101 einige Flurname um Insel auf.


Beitragsbild: Kartendaten Copyright 2017 GeoBasis-DE/BKG (Copyright 2009), Google

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