Hof Wulfsberg

Zwischen 1820 und 1835 entstand dieser Heidebauern-Hof. Ausgedehnte Heideflächen ermöglichten Schnuckenhaltung und Imkerei. An das öffentliche Stromnetz wurde der Hof erst 1990 angeschlossen. Noch bis Mitte der 90er Jahre fanden Truppenübungen der britischen Armee (ausgehend vom Camp Reinsehlen) statt, die ausgedehnte Heideflächen in der Nachbarschaft verwüsteten. Erst 1994 zogen die Panzer ab.

Typisch für Höfe in der Lüneburger Heide sind die mächtigen Eichen, die nicht nur Schutz vor Wind und Blitzen boten, sondern auch Eicheln für das Vieh. Man kann auch Stühbüsche sehen. Sie waren ursprünglich die letzten Reste eines völlig übernutzen Waldes, der durch Verbiss der Tiere und das ständige Abschlagen von Brennholz zu einem nur noch niederwüchsigen Stockausschlag führte. Erst mit Aufgabe der Brennholznutzung konnten sich die mächtigen Eichenstämme entwickeln.

Von hier ist es nicht weit zu den Schnedesteinen im moorigen Tal, welches eine alte Grenze von Staaten und Hoheitsgebieten darstellt. Eine hübsche Birkenallee führt über Umwege zum Hof Tütsberg. Die Wümme entspringt hier in einem Quellmoor.

Hof Wulfsberg im März 2022
Hof Wulfsberg im März 2022