Lönsstein

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An der Kurve der Bundesstraße 3 kurz vor Barrl steht südwestlich auf einer Anhöhe ein großer (und ein kleiner) Findling: Es ist eins von ungefähr drei Lönsgräbern, also dem mutmasslichen Grab vom Heidedichter Hermann Löns (1866-1914).

Der Hinkelsteinförmige Findling trägt den Text: „Hier ruhte HL 1934/35“

Wie kam der Stein hier hin? Wie kam Löns hier hin?

Löns fiel im Ersten Weltkrieg bei Reims. Erst einige Jahre später wurden seine Gebeine entdeckt und dann in Frankreich in einem Einzelgrab bestattet. 1934 sollten sie nach Sieben Steinhäuser gebracht werden, was aber nicht klappte.

Haverbecks Bürgermeister Wilhelm Menke organisierte daraufhin eine ruhige Beisetzung in der Gemarkung Barrl. Er beschaffte auch den Findling.

1935 wurden die Gebeine ein weiteres Mal exhumiert und in Bad Fallingbostel überführt, um im Tietlinger Wacholderhain beigesetzt zu werden.

Heute ist das Grab am Lönsstein also leer. Ob es wirklich das Grab des bekannten Heidedichter war oder von einem anderen unbekannten Soldat, werden wir wohl nie mehr erfahren.

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