Haverbeck

Haverbeck ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Bispingen in der Lüneburger Heide. Er besteht aus den Heidedörfern Niederhaverbeck und Oberhaverbeck. Der Ortsteil liegt inmitten weitläufiger Heidelandschaften und ist stark touristisch geprägt. Die beiden Ortschaften erreicht man von Wintermoor und Ehrhorn kommend über die Behringer Straße.

Die beiden Dörfer gehörten vor der Gemeindegebietsreform im Jahr 1974 zur Gemeinde Ehrhorn und wurden danach der Gemeinde Behringen zugeordnet. Schon kurz darauf wurde jedoch auch die Gemeinde Behringen neu aufgestellt und kam zu Bispingen.

Hans-Pforte-Haus in Niederhaverbeck
Hans-Pforte-Haus in Niederhaverbeck
In Haverbeck leben 80 Einwohner (Stand 30. Juni 2012). Der Ort hat eine Gemarkungsfläche von rund 18 km² und liegt an der Landesstraße 211 zwischen Behringen und Wintermoor. Niederhaverbeck wird vom Bach Haverbeeke durchflossen, der namensgebend für den Ort Haverbeck war und hier zu einem Löschwasserteich angestaut ist.

Ansichtskarte Niederhaverbeck, Foto A. Menke, Verlag Rud. Reher
Ansichtskarte Niederhaverbeck, Foto A. Menke, Verlag Rud. Reher

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Haverbeck erfolgte 1193, als es als Teil des Kirchspieles Bispingen an den Bischof von Verden verkauft wurde. In Niederhaverbeck und Oberhaverbeck sind Strukturen vorindustrieller Heidedörfer erhalten geblieben, in denen sich noch Speicher und alte Gehöfte finden. Es sind lockere Haufendörfer, die ohne scharfe Grenze in die umliegende Landschaft übergehen. Die einzelnen von Bäumen umgebenen Höfe liegen verstreut ohne sichtbare Ordnung verteilt. Es existieren einige Gasthäuser, die meistens aus ehemaligen Vollhöfen hervorgegangen sind. In Niederhaverbeck unterhält der Verein Naturschutzpark als Betriebsstelle einen Gebäudekomplex mit Schafstall, von dem aus die umgebende Heidelandschaft unterhalten und gepflegt wird.

Dieser Beitrag ist verfasst unter Zuhilfenahme von Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Haverbeck_(Bispingen). Das Bild vom Naturinformationshaus in Niederhaverbeck: By flamenc (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons. 


Interessant mag auch die Geschichte der Elektrifizierung von Niederhaverbeck sein, die erst 1954 erfolgte und dadurch Anlaß für Berichterstattung gab.

Linkerhand am Weg von Niederhaverbeck nach Wilsede findet man Kuhlen am Wegesrand, die in die Böschung gehen. Hier wurde tonhaltige Erde abgebaut, die entweder für Lehmziegel oder die Bodendüngung („Mergeln“ -> Heidebauernwirtschaft) gebraucht wurde.


Diese Höfe sind erwähnenswert:

Heidekrug Wilh. Menke in Niederhaverbeck - Ansichtskarte von Rud. Reher Verlag um 1954
Heidekrug Wilh. Menke in Niederhaverbeck – Ansichtskarte von Rud. Reher Verlag um 1954

Niederhaverbeck:

  • Menke (Hausnummer 12), von hier stammte unser Bürgermeister Menke: www.gasthof-menke.de
  • Haverbeckhof (Hausnummer 2): www.haverbeckhof.de (Neubau 1957, nachdem der Heidekrug dort abbrannte). Zugehörige Häuser sind das Hans-Pforte-Haus vom VNP, das Schönichen-Haus und der Eichenhof.
  • Hillmers (Hausnummer 15): www.hillmers-kutschfahrten.de
  • Eickhof: www.landhaus-eickhof.de
  • Haus Heidetal (in Richtung Wilsede), dort befinden sich am Haverbeeke-Lauf angelegte Badeteiche. Die Familie Bockelmann befindet sich in der zwölften Generation in der Region und betreibt seit 40 Jahren das Hofcafé im zwischen 1906-1908 gebauten Anwesen:  www.heidetal.info

Oberhaverbeck:

  • Stimbekhof (Hausnummer 2), erbaut etwa 1890. Seit den Zwanziger Jahren gab es hier eine Pension und ein Café, zwischen 1928 und 1997 ist der VNP Eigentümer. Der historische Treppenspeicher von 1750 wurde auf Initaitive von VNP-Mäzen Alfred C. Toepfer hier aufgestellt. Heute ist der Stimbekhof ein Tagungs- und Eventhotel: www.stimbekhof.com
  • „Das kleine Landhaus“ (Hausnummer 8): www.kleines-landhaus-bispingen.de

 

Print Friendly, PDF & Email
Endet bald die Vertragslaufzeit bei DSL? Vergleichen Sie hier: es lohnt eventuell und der Klick hilft bei den Archivkosten. Danke!
EWE - DSL, Festnetz und Mobilfunk