Spukgeschichten

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Moor und Heide sind schon immer ein unheimlicher Ort gewesen. Nachts standen plötzlich stumme Gestalten am Wegesrand und wackelten mit dem Arm oder Kopf. Die Erklärung „Wacholder im Wind“ war zwar plausibel, aber unheimlich war es trotzdem. Die nächtlichen Rufe der Moorvögel Bekassine („Himmelsziege“) und Großer Brachvogel sind ungewöhnlich in einer stillen Nacht und lassen sich schlecht verorten. Und wenn dann noch Kugelblitze im Gewitter knallen, dann ist das gluckernde, nasse Moor wirklich gruselig.

Die Bewohner verbrachten ihre Zeit nicht wie heute vor dem Fernseher, sondern erzählten sich am Abend und beim Zusammensein „Spökereien“. Selbstverständlich waren Geschichten mit viel Spannung beliebter als langweilige Erzählungen. Gepaart mit Aberglauben und Teufelsfurcht gab es daher so manche Räuber- und Gruselgeschichte zu hören. Ein Hausspuk war beim Schlachter Vorwerk bekannt: in seinem Alkoven befand sich ein Geist. Ein Besuch vom Teufel war oft durch den Gestank und Schwefelrauch beweisbar und gerochen hat es ja immer mal irgendwo.

Wer kennt denn die Geschichte vom „dee grode schwadde Hund mit dee gleunigen Ogen“? Oder eine andere Spökerei? Welche Hexe hat mit dem bösen Blick wessen Vieh verhext?

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