BI zur Verringerung der militärischen Belastung

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Weil es einer Handvoll Bürger gestunken hat, diese ewigen Kriegsspiele und die großen Verwüstungen in unserer schönen Heide hinzunehmen, gründeten sie die „BI“ im März 1987. Christa Althoff übernahm den Vorsitz, ihr zur Seite D. Möhrmann, E.O. Bosselmann, P. Schmidt und viele andere.

Jetzt ging es an die Arbeit, man krempelte die Ärmel hoch und brachte den Stein ins Rollen. Mit Ölkanister und sonstigem Unrat zog man vor den Landtag in Hannover.

Ein Menschenauflauf erfolgte, als vor der Bezirksregierung in Lüneburg, verseuchter Boden in Einweckgläsern abgestellt wurde. Einige „BI“ler machten sich mit 13.500 Unterschriften gegen das SL-Abkommen auf den Weg nach Bonn zum Auswärtigen Amt.

Zeitungsartikel Panzer bleiben auf dem Zug, aus 200 J. Colonie Wintermoor
Zeitungsartikel Panzer bleiben auf dem Zug, aus 200 J. Colonie Wintermoor

Inzwischen wuchs die „BI“ auf die stattliche Zahl von 550. Die Medien wurden wach, das ZDF drehte einen Film über die Belastungen in der Heide.

Die wohl größte Aktion war die Blockade der Verladerampe in Barrl am 14. September 1990. Sie dauerte 62 Stunden und verlief friedlich. Viele Aktivitäten folgten.

Fast hätte ich den Ingo mit der „Roten Mütze“ (der Motor der „BI“) vergessen. Wie viele Kilometer ist er mit seinem Hund Rudi durch die „Roten Flächen“ gewandert und hat den Briten auf die Finger gesehen.

Es ist viel erreicht. Im Sommer 1994 werden die Truppen die Heide verlassen, dann kehrt Ruhe und Frieden ein, hoffentlich für immer… 

Dieser Beitrag stammt aus der Chronik „200 Jahre Colonie Wintermoor“, Seite 36. Heute sind die Roten Flächen renaturiert und das Camp Reinsehlen ist zurückgebaut.

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