Dresslerstübchen

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Das Wohnhaus am heutigen Ehrhorner Heuweg wurde ca. 1951/52 durch Otto und Irmgard Schäbsdat erbaut. 1958 eröffnete Irmgard Schäbsdat die Gaststätte DRESSLER-STÜBCHEN. Es sprach sich schnell herum, daß man hier in gemütlicher Atmosphäre bei „Tanz am Abend“ nette Stunden verbringen konnte.

Im Herbst 1965 verstarb die Inhaberin, worauf die Gaststätte dann 1966 von der Familie Sprekkelsen aus Handeloh gekauft wurde. Danach folgten noch weitere Besitzer (Brandt und Krüger), die den Betrieb fortführten.

Im März 1974 wurde der Besitz von der Familie Bräuer gekauft und nur noch als Privathaus genutzt. 

Sektbar im Dressler-Stübchen (um 1966), Bild aus Chronik 200 Jahre Colonie Wintermoor
Sektbar im Dressler-Stübchen (um 1966), Bild aus Chronik 200 Jahre Colonie Wintermoor

Dieser Beitrag stammt aus der Chronik „200 Jahre Colonie Wintermoor“ von 1994, Seite 27. Christian Schäbsdat stellte netterweise die folgenden drei Bilder zur Verfügung:

Dresslerstübchen Wintermoor a.d.Ch. - Farbaufnahme innen

Dresslerstübchen Wintermoor a.d.Ch. von innen
Dresslerstübchen Wintermoor a.d.Ch. von innen

Dresslerstübchen 2017
Dresslerstübchen 2017

Die Familie Bräuer wohnt seit einigen Jahren in einem Neubau am Fasanenweg.

Der Name „Dressler-Stübchen“ bezieht sich auf das ausgeschenkte Dressler-Bier aus Bremen.

Peter, der Sohn von Otto und Irmgard Schäbsdat, spielte wie fast alle Kinder in der Nachkriegszeit auch auf dem Gelände des ehemaligen Munitionslagers. Eines Tages gingen die Pulverblättchen in seiner Hosentasche in Flammen auf, woraufhin er Brandwunden am Bein davon trug. Detlef Bauer, dem Sohn von Wintermoors ersten Schützenkönig, erging es ähnlich.

Peter Schäbsdat war später Lohnunternehmer und verlor einen Arm an der Kreissäge. Eine sehr gefährliche Geschichte war es damals, denn er arbeitete alleine und musste erst zum nächsten Haus gehen, um Hilfe zu holen. Jedoch war dort niemand. Kurzerhand brach er dort ein und verband seine lebensgefährliche Verletzung. Später trug er einen wechselbaren Metallhaken an einer Ledermanschette.

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