Krankenhaus Reinsehlen

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Ab März 1946 kamen bis zu 1.500 Flüchtlinge gleichzeitig in das spätere Camp Reinsehlen, es war somit eines der größten Flüchtlingslager Norddeutschlands.

Viele der ankommenden Flüchtlinge benötigten intensivere medizinische Betreuung. So errichtete man eine Krankenstation mit 150 Betten. Es wurden viele TBC-Kranke hier behandelt, aber auch Typhus und Gelbsucht waren durch die Enge im Lager häufig. Bis 1950 kümmerten sich etwa 20 Ordensschwestern aus Schlesien um die Kranken.

Nach der Auflösung des Flüchtlingslagers 1950 wurde dieser Teil der Anlage zum Hilfskrankenhaus und gehörte später zum Kreiskrankenhaus Soltau. Man schloß die ehemalige Krankenstation in Reinsehlen, als in Soltau 1968 das Kreiskrankenhaus neu gebaut wurde.

Ich habe zwei Versionen zur Entstehung der Krankenstation gefunden: Laut Wikipedia wurde das Krankenhaus Reinsehlen in den früheren Offiziersbaracken eingerichtet. Zeugenaussagen im Buch von Helmut R. Tödter sprechen davon, dass das Baumaterial dafür von den Lagergebäuden des Munitionslagers in Kamperheide stammt. Meiner Meinung spricht für die zweite These, dass es ja schon eine Anlage für Offiziere beim Camp Reinsehlen gab. Gewissheit finde ich sicherlich im Buch von Werner Köster.

Die Gebäude mit den heutigen Hausnummern Barrl 15 und Reinsehlen 120 sind weitestgehend original erhalten und befinden sich in Privatbesitz.

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