Lebensmittelgeschäft Manke

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„Max Manke – Lebens- und Genussmittel“ ist eine Institution, nicht einfach nur ein Krämerladen! Hier gibt es auf etwa 50qm wirklich alles: frisches Obst, belegte Brötchen, Badeanzüge, Schmirgelpapier und Mausefallen.

Der Ort hat sich in den letzten Zeit verändert, Kneipen, Geschäfte, die Schule und das Krankenhaus sind fort. Manke ist noch da und hat sich zu einem Dorf-Treffpunkt entwickelt.

Egon Manke ist hier im Haus geboren worden und bediente seit seinem 15. Lebensjahr die Kunden im Laden seines Vaters Max. Auch Egons Frau Elfriede ist in Wintermoor nicht wegzudenken: berühmt ist ihr Fleischsalat über die Ortsgrenzen hinaus. Der gemeinsame Sohn Matthias führt das Geschäft heute.

 

Manke im Sommer 1993
Manke im Sommer 1993
Manke im Januar 2017
Manke im Januar 2017

Die Nordreportage: Fleischsalat und Grillbulette

So heißt der Film über Manke von Saskia Bezzenberger und Ulrike Engels und wurde auf dem NDR ausgesendet.


Geschichte des Lebensmittelgeschäfts Manke

Max Manke, geb. 28.5.1890 in Neustadt/OberSchlesien, wollte eigentlich Seefahrer werden, ist aber in Insel heimisch geworden. Vor dem ersten Weltkrieg lernte er seine zukünftige Frau Anna Behrens, geb. 22.9.1895 in Vahlde, kennen, die er im August 1920 heiratete. Max arbeitete als Waldarbeiter. 1929 kaufte er von Heinrich Bleeken Sen. ein Stück Land in Wintermoor, worauf er ein Haus baute und am 2. Januar 1932 einen Hökerladen eröffnete.

Max Manke - aus 200 J Colonie Wintermoor
Max Manke – aus 200 J Colonie Wintermoor

Hierzu sei bemerkt, daß es in Wintermoor bereits während des 1. Weltkrieges einen Krämerladen gab. Dieser wurde geführt von Emma Meyer, heutige Poststraße 11. Ende der 20er Jahre hatte Emma Vorwerk, Ehefrau von Schlachter Wilhelm Vorwerk, einen Laden. Später wurde dieser dann aufgegeben.

Zu jener Zeit gab es eine Planwirtschaft, d.h. die Preise waren vorgegeben, so kostete z.B. ein Ei von März bis Oktober 9 Pfennig und von November bis Februar 11 Pfennig. Die Dorfbewohner waren zum größten Teil Selbstversorger, d.h. daß sie Überschußerträge wie z. B. Eier als Zahlungsmittel einsetzten, um sich Mehl, Salz, Zucker etc. kaufen zu können.

Gleich von Bestehen des Hökerladens an wurde auch über Land gefahren und verkauft. Am Anfang noch mit dem Fahrrad, 1950 wurde dann das 1. Verkaufsauto angeschafft.

1943 wurde der Laden innerhalb des Hauses erweitert, da die Kundschaft größer wurde (durch Evakuierung von Hamburg usw.).

Aus der Ehe von Max und Anna Manke gingen 4 Kinder hervor. 3 Mädchen und ein Junge. Im Oktober 1961 verstarb Max Manke und der Laden wurde von Anna Manke fortgeführt.

Lebensmittelgeschäft Manke Wintermoor in den 60er Jahren - aus 200 J Colonie Wintermoor
Lebensmittelgeschäft Manke Wintermoor in den 60er Jahren – aus 200 J Colonie Wintermoor

1971 erfolgte die Übernahme des Lebensmittelgeschäftes durch den Sohn Egon Manke, geb. 21. Januar 1932, der in diesem Jahr auch Elfriede Holsten heiratete. Desweiteren wurde 1971 auch die Kantine im Hamburgischen Krankenhaus übernommen.

Egon und Elfriede Manke haben 3 Kinder, 2 Jungen und ein Mädchen. Einer der Söhne arbeitet seit Januar 1993 im elterlichen Betrieb mit, tritt also irgendwann einmal in die Fußstapfen seines Vaters.

Dieser Beitrag stammt aus der Chronik „200 Jahre Colonie Wintermoor“ von 1994;  Seite 23

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