Ehrhorn

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Ehrhorn war namensgebend für die Gemeinde Ehrhorn, deren größte Ansiedlung Wintermoor an der Chaussee ist. Das Forstgut Einem gehört auch noch zum ehemaligen Gemeindegebiet. Ehrhorn liegt an der Landesstraße L211 (Behringer Straße). Der Weg nach Heimbuch geht ab, das allerdings zu Undeloh im Landkreis Harburg gehört. In Heimbuch befindet sich eine Revierförsterei.

Ehrhorn wird urkundlich erstmals 1050 im Urkundenbuch des Lüneburger Michaelisklosters erwähnt.


Ehrhornsage

Die Entstehung Ehrhorns ist in der Ehrhornsage niedergeschrieben:

Die Ehrhorn-Sage oder: Übermut tut selten gut. In: Böhmezeitung vom 8.3.1999
Die Ehrhorn-Sage oder: Übermut tut selten gut. In: Böhmezeitung vom 8.3.1999

1650 standen schon drei Bauernhäuser, von denen 2017 noch zwei stehen. Es handelt sich um typische Zweiständer-Fachwerkgebäude mit Stroh-Dachbedeckung. Eichen stehen um die Häuser und bilden so natürliche Blitzableiter.

Ehrhorn war eine fruchtbare Ortschaft, die für die Landwirtschaft gut geeignet war.  Jedoch führte die Heidebauernwirtschaft und die Übernutzung der umliegenden Wälder zu einer Ausdehnung der Sandflächen. Winde trieben diesen Sand auch nach Ehrhorn, wo im Jahr 1743 die negative Folgen deutlich wurden: ein Hof fiel „wüst“, die Landwirtschaft musste aufgeben werden. Die Ehrhorndüne konnte erst direkt vor dem Ort gestoppt werden. Der Sand wurde nördlich der L211 in der Vergangenheit auch in Kieskuhlen abgebaut.

Ehrhorner-Dünen - von Gerhard Elsner - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=1366279
Ehrhorner-Dünen – von Gerhard Elsner – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=1366279

Die Aufforstung der Heideflächen erfolgt ab 1875. Die Höfe werden in Folge als Waldarbeitergehöfte genutzt.

Zwischen 1922 und 1937 sind verschiedene Bauausführungen am Försterdienstgehöft und Waldarbeitergehöft in Ehrhorn belegt: Unterlagen befinden sich im Landesarchiv Niedersachsen unter den Signaturen NLA HA, Hann. 180 Lüneburg, Acc. 3/024 Nr. 1226 und NLA HA, Hann. 180 Lüneburg, Acc. 3/024 Nr. 1233.

Einer der drei Höfe Ehrhorns brennt 1972 vollständig ab. Die Waldarbeitergehöfte sind 1990 baufällig und werden zum Großteil abgerissen.

Auf ehemaligen Ackerland wurde 1992 durch die Nordwestdeutsche forstliche Versuchsanstalt eine Streuobstwiese mit Wildäpfeln nördlich der L211 angelegt. 49 Apfelsorten werden hier auf 2 Hektar gezogen.

Eins der verbliebenen Häuser wird  von 1998-2000 durch die Niedersächsische Landesforstverwaltung saniert, um den Bauzustand von 1650 wieder herzustellen. Dieses Haus soll als Walderlebniszentrum Ehrhorn dienen und wurde zur EXPO 2000 in Hannover eröffnet. Das zweite Haus wird 2003 saniert.

Die Niedersächsischen Landesforsten bilden 2010 aus dem Walderlebnis Ehrhorn zusammen mit dem Haus Ehrhorn das WPZ Lüneburger Heide.


Verfasst unter Zuhilfenahme von Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrhorn und den Informationen vom Waldzentrum unter www.ehrhorn-heide.de/index.php?id=1792


Eine Karte von 1872 liegt im Landesarchiv Niedersachsen unter der Signatur NLA HA, Kartensammlung, Nr. 32 l Ehrhorn Bd. 7a und b.

 

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