Bundesstraße

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Die heutige Bundestraße 3 (B3) ist namensgebend für die Ortschaft Wintermoor an der Chaussee. Die „große Chaussee“ oder „Napoleonchaussee“ von Hannover nach Harburg wurde 1813 fertiggestellt.

Bundesstraße 3 auf Höhe Schulweg Wintermoor, Blick nach Norden (2017)
Bundesstraße 3 auf Höhe Schulweg Wintermoor, Blick nach Norden (2017)
Bundesstraße 3 auf Höhe Schulweg Wintermoor, Blick nach Süden (2017)
Bundesstraße 3 auf Höhe Schulweg Wintermoor, Blick nach Süden (2017)

Geplant wurde sie schon vorab von der hannoverschen Regierung, aber erst unter Napoleon erhielt sie ihren wichtigen strategischen Zweck und wurde tatsächlich erbaut. Der feuchte Untergrund zwang die Erbauer zum Aufschütten eines Damms in den niederen Gebieten Wintermoors, besonders gut zu sehen bei der Waldsiedlung.

Die Pflastersteine für diesen Bau mußten größtenteils von Bauern aus Hanstedt geholt werden. Auf dieser Straße wurde während des ersten Weltkrieges Schießpulver von Celle und Bomlitz nach Hamburg befördert.

Detail von der Ansichtskarte Buhrs Hotel, 1906: die B3 hat Kopfsteinpflaster und die Poststraße ist recht leer
Detail von der Ansichtskarte Buhrs Hotel, 1906: die B3 hat Kopfsteinpflaster und die Poststraße ist recht leer

Die Chaussee wurde als Allee ausgeführt und erhielt im Jahr XXXX den begleitenden Radweg von Wintermoor nach Heber. Alte Ansichtskarten belegen, dass die Straße früher aus Kopfsteinpflaster gebaut war. Es gab seinerzeit sogar spannende Kriminalfälle (hier klicken) dazu.

Bundesstraße 3 auf Höhe Waldsiedlung Wintermoor, Südblick mit deutlich erkennbaren Niveauabfall zur Feuchtwiese (2017)
Bundesstraße 3 auf Höhe Waldsiedlung Wintermoor, Südblick mit deutlich erkennbaren Niveauabfall zur Feuchtwiese (2017)

Das erste Haus Wintermoors war die Wegegeldeinnahmestelle mit der Hausnummer 1, der spätere Zollkrug. Die Dorfchronik von Welle erwähnt hingegen ein Chausseehaus zwischen Bleekens und dem  Hotel Heidehof, das aber offenbar nicht lange bestand. Es muss etwa auf Höhe des 2009 abgebrannten Fachwerkhauses gelegen haben.

Die Chaussee ist auf den 2690 Metern zwischen Bahnübergang und Waldsiedlung schnurgerade und verlauft von der Waldsiedlung bis zum Zollkrug (Grenze zu Barrl) ebenfalls wieder gerade auf 1200 Metern Länge. Andere Quellen gehen davon aus, dass das erste Haus eher auf Höhe der Bleekens entstand und erst später weiter südlich als Wegegeldstelle errichtet wurde (Chronik von Welle).

Die Hausnummern im Jahr 2017 reichten von 1 bis zu 99A direkt am Bahnübergang im Norden. Östlich liegen die Hausnummer 1 (für das Telekomgebäude an der Straße Am Wald), 10, 12 und 30 (bei der Waldsiedlung). Die Hausnummer 70 befindet sich schon bei der Ortschaft a.d.Ch. und das letzte Haus rechts der B3 ist die Nummer 90.

Westlich der B3 befinden sich die Hausnummern 1 (Zollkrug), 3 (Gellersen). Der Heidehof trägt die Hausnummer 61, dann folgen die Nummern 63, 67 (Bleeken), 69 (Rainer Baden), 75 (Gewerbegrundstück mit Halle), 79 und 79A (Weseloh), 81, 85, 89, 93, 95, 99 und 99A.

In der Zeit vom 10. Juli bis Anfang August 2017 wurde die Fahrbahndecke und der Radweg komplett erneuert. Die B3 war dafür zwischen Welle und der Kreisgrenze bei Wintermoor voll gesperrt. Die Baukosten betrugen 1,2 Millionen Euro.

 


Reparation der Celle-Harburger Chaussee im Wintermoore, Amt Winsen/Luhe, 1790 – 1791, NLA HA Hann. 109 Nr. 2051

Nivellements Profil des Zugs A zwischen den Sundern 54 im Wintermoor und 58 im Dorfe Welle der Wege-Charte von Celle auf Harburg (Längenprofil der Straße), 1817, NLA HA, Kartensammlung, Nr. 35 g/5 k

Bau und Unterhaltung der Brücke über die Este, 1817 – 1840, Signatur: NLA HA, Hann. 109a Harburg, Acc. 2004/117 Nr. 90

 

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