Heidebauernwirtschaft

Ein Rotenburger Archivbericht aus dem Jahre 1829 über das Kirchspiel Schneverdingen beschreib den Boden durchweg als Heide und Moor mit wenig lehmigen Erdarten und fehlenden Weiden – außer Fintel. Das Rindvieh sei klein und unansehnlich und werde im Winter mit Stroh, etwas Rauhhafer, Kartoffeln und Rüben gehalten, und zwar wegen der Milch und des Düngers….

Rotdornallee

Ab 1961 gab es Planungen für eine größere Wohnsiedlung im Umfang von etwa 30 Bauplätzen und schon 1966 konnten die ersten Häuser dort fertiggestellt werden. Die Rotdornallee ist eine Sackgasse für Fahrzeuge, besitzt aber zwei Fußwege zur später angelegten, südlich gelegenen Triftstraße.  Sie geht von der Straße Am Sportplatz ab. Im Jahr 2017 gibt es 31…

Öffentliche Fete

Eine Öffentliche in Wintermoor! Das war 2002 und wurde als Stoppelfete am Flattweg von der Dorfjugend organisiert. Ein friedliches Fest mit guter Musik, viel Spaß und einer ordentlich hohen Theke. Heute würde man zu so etwas wohl Flatrate-Party sagen.

Kiefernbusch

Ende der Sechziger Jahr entstand eine ringförmige Siedlung namens „Am Kiefernbusch“ am Ehrhorner Heuweg. Der Zusatz „Am“ entfiel im Laufe der Zeit. Der Kiefernbusch ist eine Sackgasse mit zwei Kehren nach Westen, die in das östlich angrenzende Kiefernwäldchen (hier wurde schon ein Wolf gesichtet) erweitert werden konnte. Diese Erweiterung erfolgte jedoch nicht und eine von…

Kriegstote

Klar: Auf einem Friedhof liegen Tote. Das Besondere am Friedhof in Wintermoor war jedoch, dass er 1942 nicht für die Dorfeinwohner angelegt wurde, sondern für Kriegsopfer: Schon wenige Jahre nach der Eröffnung waren auf dem Friedhof mehr Menschen bestattet, als der Ort Einwohner hatte. Die wenigsten Kriegstoten sind bei Kampfhandlungen im Dorf gefallen. Eine Zusammenfassung…

Lagerhaus Wintermoor

Was hat es mit dem Lagerhaus direkt am Bahndamm auf sich? Hier liessen sich immer gut Kartoffeln lagern. Ich weiß allerdings jetzt noch keine Details. siehe auch: Bahnhof und die Poststraße

An der Gärtnerei

Eine kurze, absolut gerade Stichstraße von der Bundesstraße bis zur Behringer Straße. Hier findet man die Gärtnerei mit Wohnhaus plus vier weitere Häuser (die Hausnummern 2, 18, 20, 24 und 28 waren bis 2017 vergeben). Das Pastorenhaus der evangelischen Kirche befindet sich hier in der Hausnummer 28.

Offizierssiedlung Reinsehlen

Eine ruhig und abgeschiedene Siedlung im Wald bei Barrl. Hier befinden sich die Hausnummern Barrl 8 bis 11. Leider weiß ich nichts über die Entstehung dieser Siedlung. Die Offiziere der britischen Streitkräfte wohnten hier und wurden mit Jeeps zum Dienst im Camp abgeholt. Heute werden die Anwesen privat genutzt.

Am Wald

Die Straße Am Wald kreuzt die Bundesstraße 3 dort, wo das erste Haus Wintermoors entstand: der Zollkrug. Nach Westen geht die Straße über die (hier meist trocken gefallene) Wümme und schwenkt dann südöstlich zur Heidebahn. Hier befindet sich ein seit XXXX beschrankter Bahnübergang in Richtung Voßbarg. Das östliche Ende führt in die Forst in Richtung Naturschutzgebiet….

Wasserwerk Ehrhorn

Das Wasserwerk der Gemeinde Ehrhorn liegt am Schäfersweg, nördlich vom Kiefernbusch und liegt dort direkt an der Kreisgrenze zum LK Harburg. Es wurde im Jahr 19XX errichtet und förderte das Trinkwasser für die Gemeinde bis zum Jahr 19XX. Es besaß eine Metalltür, Glassteinfenster und viele Maschinenfundamente. Im Jahr 1993 wurde das mittlerweile nicht mehr benutzte…

Post in Wintermoor-Geversdorf

Jede Gemeinde hatte früher seine eigene Post. Wintermoor-Geversdorf mit der alten Postleitzahl 3040 natürlich auch. Die Filiale befand sich im Gasthaus bei Tante Dora Ahlborn. Seit 1961 wurden Postgeschäfte nebenan bei Hanna Riebesell im Wohnhaus Am Sportplatz 1 erledigt. Die Post wurde auch von hier verteilt. Die postalische Grenze zwischen Ehrhorn und Wintermoor-Geversdorf folgte dem…

Krankenhaus Reinsehlen

Ab März 1946 kamen bis zu 1.500 Flüchtlinge gleichzeitig in das spätere Camp Reinsehlen, es war somit eines der größten Flüchtlingslager Norddeutschlands. Viele der ankommenden Flüchtlinge benötigten intensivere medizinische Betreuung. Ich habe zwei Versionen zur Entstehung der Krankenstation gefunden: Laut Wikipedia wurde das Krankenhaus Reinsehlen in den früheren Offiziersbaracken eingerichtet. Zeugenaussagen im Buch von Helmut R. Tödter…

Kantweg

In den 60iger Jahren ließen sich rechts der Feldstraße, dem heutigen Ehrhorner Heuweg, ehemalige Flüchtlinge nieder. Diese kleine Siedlung wurde Steinweg, dann Kantweg, genannt. Der Kiefernbusch befindet sich östlich direkt anschließend.  Im Jahr 2017 stehen hier 10 Wohnhäuser. Der Flachbau an der Ecke Kantweg / Feldweg gehörte einem hemdärmeligen Tierarzt und seiner lebenslustigen Frau. Er…

Kanalisation

Die Wintermoorer haben schon lange fließend Wasser (na gut, nicht am Flattweg, aber der gehört ja auch zu Insel). Das Hausabwasser wurde seit eh und je in Sickergruben entsorgt und ggfls. abgefahren. Die Stadtwerke Schneverdingen haben im Jahr 2003 mit den Baumaßnahmen für eine zentrale Kanalisation in den Ortsteilen Heber, Hemsen und Wintermoor begonnen.

Este

Neben der Wümme durchfließt noch ein zweiter Bach unser Dorf Wintermoor: die Este im Bereich der ehem. Gemeinde Ehrhorn.  Der Name Este ist bereits 1388 überliefert, vorher gab es die Namensform Eschete und Escheda (1197). Das Buch über die Este nennt noch andere Namensformen.   Die Quelle der 62,3 km langen Este liegt seit den 1920er…

Ehrhorn

Ehrhorn war namensgebend für die Gemeinde Ehrhorn, deren größte Ansiedlung Wintermoor an der Chaussee ist. Das Forstgut Einem gehört auch noch zum ehemaligen Gemeindegebiet. Ehrhorn liegt an der Landesstraße L211 (Behringer Straße). Der Weg nach Heimbuch geht ab, das allerdings zu Undeloh im Landkreis Harburg gehört. In Heimbuch befindet sich eine Revierförsterei. Ehrhorn wird urkundlich…

Wasserwerk Geversdorf

Das Wasserwerk in den Eichenstrücken hinter der Hausnummer 18 (den kleinen Stichweg entlang) versorgte die Gemeinde Wintermoor mit fließend Wasser. Gebaut wurde es im Jahr 1958 für die neue Siedlung. Die alten Höfe wurden erst 1974/75 an das Wasserleitungsnetz angeschlossen. Horst Sempritzki aus der Waldsiedlung betreute es. Es wurde XXXX stillgelegt und zur Vermeidung von…

Einem

Mitten im Wald gelegen, westlich von Ehrhorn, befindet sich das Forstgut Einem. Ein kleiner Stichweg geht nach Norden von der Behringer Straße nach Einem ab. Heute wird das Forstgut als Pension genutzt und besticht durch die ruhige Lage mitten im Naturschutzgebiet und der Nähe zum Wilseder Berg. Eine Besonderheit ist das ausgedehnte Dünengebiet „Einemer Sand“:…

Zum Wasserwerk

Die Stichstraße vom Schäfersweg zum Wasserwerk Ehrhorn heißt Zum Wasserwerk. Die Zufahrt zum Grundstück Schäfersweg 9 erfolgt von hier. Das namensgebende Wasserwerk ist nicht mehr erhalten. Nördlich des Wegendes beginnt der Landkreis Harburg.

Geli’s Hofcafé

Ein gemütliches Hofcafé haben Geli und Romina, Mutter und Tochter, im alten Haus der Ahlborns eingerichtet. Die selbstgebackenen Kuchen können im stilvollen Innenraum oder im Hofgarten genossen werden. Zu finden ist das Hofcafé von Angelika Burmester und Romina Schoppenhauer in der Wintermoorer Straße 29. Mehr Infos unter: http://www.gelis-hofcafe.de

Reinsehlen

Straßennamen gibt es in Reinsehlen (plattdeutsch: Reinsählen) nicht wirklich, denn ein Ortskern fehlt. Die Höfe haben einfach die Anschrift Reinsehlen mit Hausnummer in der Reihenfolge der Errichtung. Reinsehlen mit dem Voßbarg gehört zur ehemaligen Gemeinde Insel, viele Beziehungen bestehen aber bis heute zu unserem Dorf Wintermoor. 1974 wurde es mit dem benachbartem Barrl nach Schneverdingen…

Heins Bur

Heute ist der Hof Heins bekannt für seinen Spargel, aber der Junkerhof ist auch einer der größten Höfe in Reinsehlen. Beim Bau der L171 forderten die Landwirte in Reinsehlen, dass eine Viehtrift zur Querung der Straße geschaffen wird. Diese ist noch heute erhalten, weiter nördlich im Höpen gibt es eine Zweite. Weitere Infos über den…

Tödters Bur

Zurückgesetzt von der Straße befindet sich der Hof der Familie Tödter, umgeben von altem Baumbestand. Tödters waren die ersten Siedler in Reinsehlen. Beim Bau der L171 forderten die Landwirte in Reinsehlen, dass eine Viehtrift zur Querung der Straße geschaffen wird. Diese ist noch heute erhalten, weiter nördlich im Höpen gibt es eine Zweite. Die Häuser…

KZ-Züge auf der Heidebahn

Als Todesmärsche von KZ-Häftlingen (teils auch euphemistisch Evakuierungsmärsche genannt) werden verschiedene „Räumungsaktionen“ der SS-Wachmannschaften in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs bezeichnet. Dabei löste die SS ab 1944 frontnahe Konzentrationslager auf und zwang die meisten KZ-Häftlinge zum Abmarsch in Richtung Reichsmitte oder sperrte sie als Passagiere zum Abtransport in Eisenbahnwagen ein. Sehr oft wurden nicht marschfähige…

Ottermoor

Ottermoor ist eine Ortschaft der Gemeinde Otter im Landkreis Harburg. Es ist erst spät, ab 1911, besiedelt worden, anfangs allerdings nicht erfolgreich. Ottermoor wurde 1950 elektrifiziert und erhielt noch später im Rahmen des Grünen Planes eine (teilweise) Befestigung der Straßen mit Betonplatten. Ottermoor gehört zur Gemeinde Todtshorn. Östlich schließt das Gebiet von Kamperheide an, dazwischen liegt…

Czechowski

Gefangenenpersonalakte für Czechowski, Czeskaus, Pole, Arbeiter, landwirtschaftlicher, geb. 07.04.1910, aus Wintermoor, Untersuchungshaft, von dem polnischen Verbindungsoffizier abgeholt. So lautet die Bezeichnungen der Akten im Landesarchiv Niedersachsen mit der Signatur: NLA HA, Hann. 86 Celle, Acc. 142/90 Nr. 3799 und NLA HA Hann. 86 Celle Acc. 142/90 Karteikarte Nr. 45/991 (für die Gefangenenkarteikarte). Was mag sich hinter diesem Kriminalfall aus…

Friedhofsgang

Ich fahre zum Fridhof,  ganz leise und still,  weil ich dort die Ruhe nicht stören will.  Bin gegangen die Gräber abzuräumen,  von Unrat das gekommen, von Sträucher und Bäumen.  Dann wird es bedeckt mit verschiedenem Grün.  Zum Totensonntag noch ein kleines Präsent,  als Gedenken was sie uns haben geschenkt  Mehr kann man nicht tun für…

Frido Schmidt – Reinsehlen 3

Frido Schmidt betreibt Landwirtschaft in Reinsehlen, Hausnummer 3. Gehört natürlich zu Insel, nicht zu Wintermoor 😉 Nebenan befindet sich das Haus 3A. Mehr Infos folgen, wenn ich die Dorfchronik von Insel gelesen habe.

Fitschen

Der Hof der Familie Fitschen befindet sich am Reinsehlener Weg 29, direkt an der Kreuzung vom Wintermoorer Kirchweg. Genaugenommen sind die Fitschens damit keine Wintermoorer, sondern gehören als Reinsehlener zu Insel. Die Luftwaffe errichtete im Zweiten Weltkrieg ein großes Holzgebäude auf dem Hof, dass als Reparaturwerkstatt für Jagdflugzeuge vom benachbarten Flugplatz Reinsehlen dienen sollte. Dazu…

Immenhof

Tödter’s Immenhof ist ein voll bewirtschafteter Hof mit Viehhaltung und Ackerbau (Roggen, Weizen, Hafer und Gerste) in Reinsehlen. Ferienwohnungen und ein kleiner Hofladen ergänzen das wirtschaftliche Profil. Siehe auch: Tödters Bur Mehr im Internet unter: www.toedters-immenhof.de  

Moor

Das Moor gab unserem Dorf den Namen: Vermutlich, weil es im Frühjahr durch das „blühende“ Wollgras eine (schnee)weiße Landschaft war, wenn man vom höher gelegenen Höpen kam. Und/oder, weil im Moor Nachtfröste auch noch im Frühsommer vorkamen. Die Urbarmachung der Moor- und Heidelandschaft war sehr mühsam und geschah bei der „Colonisierung“ per Handarbeit. Die Entwässerung…